Wegen Kriegsverbrechen: Über 50 Bewerbungen für Gedenkinstallation zu „Marburger Jägern“

Die Bewerbungsfrist für eine Gedenkinstallation für die Opfer der „Marburger Jäger“ im Schülerpark ist abgelaufen. Rund 50 Kunstschaffende aus den Bereichen Architektur, Bildhauerei und Installationskunst haben sich mit einem Konzept beworben.
Darüber hinaus sind bereits Künstlerinnen und Künstler gesetzt. Unter anderem stammen sie aus den von den militärischen Aktivitäten der „Marburger Jäger“ betroffenen Regionen in Frankreich, Belgien und Namibia.
Auf Beschluss des Stadtparlaments war unter der Federführung des Fachdiensts Kultur im September 2017 ein halboffener internationaler Wettbewerb für professionelle Kunstschaffende ausgelobt worden. Das große Interesse daran zeigt die Notwendigkeit und Aktualität einer Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Ansätze, thematischen Schwerpunkte und technischen Umsetzungen sind vielschichtig und spannend.
Im Januar 2018 wird das Preisgericht unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Kulturamtsleiter Dr. Richard Laufner zusammenkommen. Experten aus den Bereichen Denkmalschutz, Bildende Kunst, Erinnerungskultur und Friedensbewegung werden bis zu sieben Teilnehmende für eine weitere Entscheidungsrunde auswählen.
Die ausgewählten Entwürfe werden im Rahmen eines Kunstwettbewerbs-Forums am 24. Mai 2018 in Marburg vorgestellt und öffentlich diskutiert. Dazu wird ein Rahmenprogramm mit Vortrag und Podiumsdiskussion angeboten.
Bis zum 10. Juni wird der Kunstwettbewerbs-Beirat als Preisgericht die Entscheidung über die drei Preise in Höhe von 2.000 Euro, 1.500 Euro und 1.000 Euro treffen. Alle Informationen zum Wettbewerb und dem Kunstwettbewerbs-Forum gibt es unter www.marburg.de/gedenkinstallation.

* pm: Stadt Marburg

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