Das Kreuz mit dem Eisernen Kreuz – Ein Orden für ordentliche Tapferkeit?

08.03.2008 – FJH

Das Eiserne Kreuz feiert fröhliche Urständ. In jüngster Zeit mehren sich zumindest Stimmen, die es als Orden für besondere Tapferkeit von Bundeswehr-Soldaten reaktivieren wollen.

Einige Kritiker warnen davor, diese militaristische Auszeichnung wiederzubeleben. Andere finden nichts dabei, den Orden aus Kaisers Zeiten auch in einer demokratischen Armee auszugeben.

Diese unsägliche Debatte ist ein deutliches Indiz für den Verfall der Friedenskultur in Deutschland. Orden für Tapferkeit braucht eine Armee schließlich nur dann, wenn die Soldaten auch Gelegenheit haben, ihre Tapferkeit unter Beweis zu stellen. Das können sie allerdings am besten im Krieg!

Die Bundeswehr befindet sich auch im Krieg. In Afghanistan beteiligt sie sich an der Intervention US-amerikanischer Truppen und rutscht dabei immer tiefer hinein in den Sumpf des mörderischen Kriegsgeschehens.

Das Eiserne Kreuz, das auch Adolf Hitler seinen Soldaten an die Brust geheftet hat, ist dann wohl auch die konsequente Folge des wiedererstarkten Militarismus in deutschland. Wenn erst derartige Orden an der Brust von jungen Männern – und Frauen – baumeln, dann baumelt das friedfertige Versprechen der Überlebenden des Zweiten Weltkriegs „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! am Galgen der Geschichte.

Franz-Josef Hanke

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